Unternehmensberatung für Teamentwicklung

New Work Mindset

ANSPRUCH.

Die Stimme in meinem Kopf

“Jeder von uns hat in irgendeiner Art und Weise diese Stimme in seinem Kopf. Und für jeden von uns hat sie eine andere Bedeutung. So wichtig sie für uns ist, um einen gewissen Leistungsanspruch und Ambitionen an den Tag zu legen, genauso gefährlich ist sie auch, uns vor den Zugkarren zu spannen und auszupeitschen.”

Die Beziehung zwischen mir und meinem eigenen Anspruch an mich selbst ist manchmal sehr konfus. Diese Stimme in meinem Kopf ist an manchen Tagen mein bester Trainer und Motivations-Coach und anderen Tagen mein größter Kritiker. Die Beziehung zu meinem eigenen Anspruch zu verstehen, hilft mir dabei, auch andere besser zu verstehen und einen positiven Einfluss auf ihre eigene Beziehung zu ihrem Anspruch zu entwickeln und auch meinen Anspruch an andere bewusster wahrzunehmen und anzupassen.

Welche Rollen hat mein Anspruch?

Mein eigener Anspruch hat etwas mit meinen Erwartungen und den Erwartungen anderer an mich zu tun. Dieser Anspruch nimmt verschiedene Rollen in unserem Kopf ein, die alle eine wichtige Funktion haben, die uns oft bewegen und antreiben. Sie können aber auch ein großes Hindernis sein, das uns ausbremst und einen negativen Einfluss auf unseren Fortschritt hat. Die zwei Hauptrollen, die mein Anspruch einnimmt, sind die des Kritikers und die des Antreibers. In der Charakterbeschreibung der Rollen lassen sich einige Merkmale und Emotionen finden, die die Rolle stark prägen.

Charakterbeschreibung des Kritikers:

Der Kritiker ist stark geprägt von Stolz und Angst. Seine Stärken sind das Spinnen von Negativ-Szenarien, das Feststellen von Mängeln und das Vergleichen mit Anderen. Als Kritiker erinnert unser Anspruch uns regelmäßig an prägende Erfahrungen aus der Vergangenheit und verbreitet mit seinen Fragen eine pessimistische Stimmung. Die Worte, die er uns ins Ohr flüstert, wiegen schwer und klingen oft noch tagelang unbewusst in unserem Gedächtnis. „Was ist, wenn…?“, „Das kannst du nicht mehr rückgängig machen!“, und „Du hast doch keine Ahnung was du gerade tust!“ sind gängige Fragen und Kommentare, die der Kritiker uns mitgibt. Seine Aufgabe ist es, uns zum Nachdenken anzuregen und unsere Entscheidungen zu prüfen. Oft resultiert aus einem überambitionierten Schauspieler in der Rolle des Kritikers aber, dass wir im Prozess des Nachdenkens und Prüfens stecken bleiben und steinige Hindernisse zu ganzen Zugspitzen werden, die wir versuchen – koste es was es wolle – zu überwinden. Nimmt der Kritiker die alleinige Hauptrolle unseres Anspruchs ein, landen wir meist in einem Status der produktiven Prokrastination und Planungslähmung. Unser Anspruch braucht einen zweiten Charakter, der uns prägt: Den Antreiber.

Charakterbeschreibung des Antreibers:

Die Stimme des Antreibers setzt sich für unsere Bedürfnisse und Träume ein. Er bringt uns dazu, Dinge anzufangen und auszusprechen, was wir denken und fühlen. Der Antreiber ist bekannt dafür, dass er uns mit Tatendrang ansteckt, uns befähigt Alles zu geben und Herausforderungen anzupacken. Wie ein Trainer am Spielfeldrand ruft er uns zu und feuert uns an. Er schafft hohe Erwartungen an das Ergebnis und unsere Leistung. Gestartet mit einem gesunden Ansporn, entwickelt sich der Antreiber zu einem Dompteur, der mit der Peitsche angibt, was wir alles tun müssen. Unser Fokus wandert ab vom jetzigen Augenblick zu dem Ergebnis, das wir durch die mangelnde Konzentration oft so nicht erreichen.

Die Stimme in meinem Kopf

Jeder von uns hat in irgendeiner Art und Weise diese Stimme in seinem Kopf. Und für jeden von uns hat sie eine andere Bedeutung. So wichtig sie für uns ist, um einen gewissen Leistungsanspruch und Ambitionen an den Tag zu legen, genauso gefährlich ist sie auch, uns vor den Zugkarren zu spannen und auszupeitschen. Für meinen Kopf ist es wichtig, ein wenig mehr HAKUNA MATATA, keine Sorgen, an den Tag zu legen. Das bedeutet, nicht alles zu streichen und den ganzen Tag singend durch die Stadt zu laufen (auch wenn ich es liebend gerne tun würde, wenn ich denn einen einzigen Ton treffen würde). Es müssen nicht alle Sorgen verdrängt und vergessen werden, doch mehr präsent im Moment zu sein, macht einen riesigen Unterschied für mein Denken und mein Handeln. Mich bewegt es dazu, meinen Anspruch leiser zu drehen und meine Taten lauter werden zu lassen. Mache ich Fehler? Ja, klar! Lauf ich auch mal in Sackgassen? Ja, das ist unvermeidlich. Bleibe ich stehen? Nein, nie, mitnichten. Lerne ich jeden Tag was dazu? Ja, mehr als je zuvor.

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WIE KANN ICH NEW WORK UMSETZEN?

New Work umsetzen ähnelt der Entwicklungshilfe. Ich kann sie nicht erzwingen und auch nicht mit Geld kaufen. Wenn ich eine neue Kultur schaffen möchte, gibt es zwei Dinge, die ich in meinem Arbeitsumfeld beeinflussen kann. Das Arbeitsverhalten und die Arbeitsverhältnisse. Also zum einen WIE zusammengearbeitet wird und zum anderen WO zusammengearbeitet wird. Wichtig ist zu beachten, dass beide nur zusammen funktionieren.

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New Work funktioniert nicht ohne Nachhaltigkeit und sozialen Einfluss. Die Neue Arbeit ist eine Arbeit, die einen Unterschied macht. Es heißt nicht ohne Grund „die Arbeit der Zukunft“, denn der Blick nach vorne reicht allein nicht aus. Auf ihn müssen Taten und Schritte folgen. Wenn es um die Zukunft geht, gibt es nichts Wichtigeres, als unseren Planeten und die Menschen, die auf ihm leben. Es gibt keinen besseren Arbeitsinhalt, als diese Zukunft mitzugestalten.

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