Unternehmensberatung für Teamentwicklung

New Work Mindset

IDEE.

Was mach ich damit?

“Im Grunde genommen passieren 3 mögliche Dinge mit meinen Ideen des Alltags: Ich treffe unverzüglich eine Entscheidung die Idee umzusetzen, Ich verwerfe oder ignoriere sie, oder Ich beschäftige mich ausführlicher damit und entscheide zu einem späteren Zeitpunkt. Es muss einen Grund geben, warum ich solch unterschiedlichen Reaktionen auf verschiedene Ideen habe.”

Am 13. Juli 2016 hatte ich die Idee mich für meinen ersten Marathon anzumelden. Bei rund 20.000 Entscheidungen, die ein Mensch am Tag trifft, habe ich mich an diesem Tag entschieden meiner Idee direkt Taten folgen zu lassen und die Anmeldung unverzüglich umzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch über 9 Monate bis zum Marathon.

 

Was habe ich mir dabei bloß gedacht? Das ist die eine Frage, die ich mir während des Laufes dann gestellt habe.

 

Drei Jahre später frage ich mich warum ich manche Ideen direkt angehe und andere nicht. Im Grunde genommen passieren 3 mögliche Dinge mit meinen Ideen des Alltags:

 

  1. Ich treffe unverzüglich eine Entscheidung die Idee umzusetzen,
  2. Ich verwerfe oder ignoriere sie, oder
  3. Ich beschäftige mich ausführlicher damit und entscheide zu einem späteren Zeitpunkt.

Es muss einen Grund geben, warum ich solch unterschiedlichen Reaktionen auf verschiedene Ideen habe.

Vor drei Jahren hatte ich die Idee einen Marathon zu laufen und habe direkt entschieden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich als Personal Trainer gearbeitet und war gerade bei einer Klientin zu Hause. Sie fragte mich nach Tipps für eine Marathonvorbereitung und einen Trainingsplan an dem sie sich orientieren könnte.  Voller Überzeugung sagte ich nur: „Eva, für einen Marathon trainiert man nicht, den läuft man einfach.“ Und da war die Idee: Marathon? Ein Klacks für mich! Und schon war sie da meine Anmeldebestätigung mit der Startnummer 1191 und neun Monate später laufe ich 42 Kilometer durch Düsseldorf.

 

Nennen wir diese Art von Ideen Marathon-Ideen. Mein ganzes Wohnzimmer ist voll davon. Neben einer Marathon-Medaille finden wir eine Westerngitarre, eine kompakte Systemkamera, 4 angefangene Notizbücher und mindestens zehn Bücher, von denen ich nur die ersten Kapitel oder gar nichts gelesen habe. Das alles sind Auswüchse grandioser Ideen, die nach unverzüglichen Taten schrien.

 

Was diese Ideen von anderen unterscheidet würde ich auf zwei Skalen zusammenfassen Emotion und Vernunft. Wenn ich diese Ideen kategorisiere, bin ich hoch oben auf der Emotion-Skala und weit unten auf der Vernunft-Skala. Das bedeutet für mich, ich bin erstmals total begeistert und überzeugt davon ohne über Konsequenzen oder Voraussetzungen nachzudenken oder fühle mich in der Verpflichtung die Idee durchzuziehen. So war es beim Marathon, wer so ein Selbstbewusstsein an den Tag legt und behauptet einen Marathon „einfach zu laufen“, der muss auch Taten folgen lassen. Ideen, die mich auf persönliche Art und Weise begeistern oder herausfordern sind Marathon-Ideen.

Während der neun Monate habe ich Ideen gehabt was ich tun könnte um da wieder raus zu kommen, aber vor allem war die Idee, ob ich nicht vielleicht doch trainieren sollte sehr präsent. Das war eine Idee, die ich gerne Spar-Idee nennen möchte, sie ist das komplette Gegenteil einer Marathon-Idee. Zu dieser Idee hatte ich keine emotionale Begeisterung oder Druck, sie war die pure Vernunft. Jeder kennt es, ein Vertrag läuft aus, egal ob Handy, Strom oder Abo und wir wissen alle, wenn ich früh genug kündige und Preise vergleiche bekomme ich ein besseres Angebot und spare Geld. Genauso schnell, wie die Idee aufkommt ist sie auch schon wieder weg. Bei mir ist das zumindest so. Logik und Vernunft, ich spare hier bares Geld wenn ich jetzt Kündige, das kostet mich nur weniger Minuten. Drei Monate später bekomme ich die Benachrichtigung, der Vertrag ist ausgelaufen und hat sich automatisch verlängert. Vielleicht klappt es nächstes Mal. Spar-Ideen sind die Ideen, die vernünftig sind und bei denen ich keine persönliche Begeisterung verspüre und die einfach im Alltag verloren gehen und verworfen werden.

 

Am 30. April 2017 war es dann so weit, der Tag des Marathons, 42 Kilometer über den Asphalt, ohne jegliche Vorbereitung. Man muss dazu sagen, dass ich durch meinen Beruf eine sehr gut ausgeprägte Fitness hatte und es nicht völlig irrational war diesen Marathon zu bestreiten. Nur sind meine Beine zuvor nie weiter als 16 Kilometer am Stück gelaufen, das ist etwas mehr als ein Drittel der Marathonstrecke. Der Lauf lässt sich in drei Aussagen zusammenfassen. Ab Kilometer 31 wurde es schwer, ab 35 tat’s weh und die letzten zwei Kilometer waren in Ordnung weil ein Ende in Sicht war. Aber ich kam an und das war das Ziel.

 

Die dritte Kategorie von Ideen nenne ich Visions-Ideen. Sie sind sowohl auf der rationalen als auch auf der emotionalen Ebene anspruchsvoll. Visions-Ideen treiben mich an und kehren immer wieder zurück, damit ich mich weiter mit ihnen beschäftigen muss. Sie sind die perfekte Mischung aus einem Traum, der mich fesselt und einer Idee, die realistisch scheint. Es passt einfach alles.

 

New Work Mindset – meine Vision Menschen bei ihrer Entwicklung zu helfen und ihre Arbeit zu einem Ort zu machen, an dem sie das verwirklichen können ist, meine große Visions-Idee, die mich das Jahr begleitet hat.

 

Was bedeutet das für dich?

Ich habe 3 Aufgaben für dich:

  1. Unterscheide bei deinen Gedanken zwischen Marathon-, Spar- und Visions-Ideen
  2. Hinterfrage die Marathon- und notiere die Spar-Ideen
  3. Nimm dir regelmäßig Zeit für deine Visions-Ideen und arbeite daran, blocke dir Termine und fang an deine Idee weiterzudenken und auszuformulieren

 

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